Diagnostische Abklärung

Sorgfältige Diagnostik ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie.

Eine sorgfältige diagnostische Abklärung und Einordnung der Beschwerden ist entscheidend für den späteren Behandlungserfolg. Zunächst gilt es typische körperliche Erkrankungen auszuschließen, die psychische Symptome verursachen können. So können hormonelle Veränderungen, z.B. bei Erkrankungen der Schilddrüse, mit Beschwerden wie Ängsten, Depressionen und Schlafstörungen einhergehen. Auch akute oder chronische Entzündungsprozesse oder immunologische Veränderungen führen zu Erschöpfungszuständen und Schlafstörungen. Körperliche Symptome wiederum können psychische Ursachen haben. Viele kennen Beklemmungsgefühle in der Brust, Herzrasen und Durchfall bei Stress. Eine gemeinsame Zuordnung der Beschwerden ist häufig schon ein Teil der Behandlung und wirkt entlastend.

Einordnung in ein standardisiertes Klassifikationssystem.

Anschließend wird das Beschwerdebild einer Diagnose des in Deutschland gültigen Diagnosesystems zugeordnet (aktuell ICD-10 und bald ICD-11). Die Diagnose ist relativ oberflächlich und allgemein. Sie orientiert sich hauptsächlich an den beschriebenen Beschwerden und sagt nichts über die Ursachen aus. Dennoch ist eine Diagnose nützlich. So kann das Störungsbild besser eingeordnet und kommuniziert werden. Grobe Aussagen zum Verlauf der Beschwerden und bereits bestimmte Behandlungsempfehlungen werden möglich.

Gemeinsam die Störung verstehen.

Der langwierigste und intensivste Teil des diagnostischen Prozesses ist die psychodynamische Diagnostik. Das Ziel ist ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, woher die Beschwerden kommen, worum sie ausgerechnet an dieser Stelle des Lebens aufgetreten sind, welche Funktion diese haben und wie sie sich auf die Beziehungen des Betroffenen auswirken. Eine tragfähige psychodynamische Diagnostik ist die entscheidende Grundlage, um realistische Behandlungsziele zu formulieren und eine erfolgreiche psychodynamische Behandlung durchzuführen.

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